Montag, 9. Mai 2011

2010 - Jetzt mit neuem Crew-Mitglied

Langsam werden die Kojen eng - und wir freuen uns riesig, denn seit Mätz sind wir mit Leif unterwegs! Seglen mit Bettens:

2009 - Back to Ijsselmeer

Seit 2009 sind wir wieder zurück in Lelystad. Bis Cuxhaven haben Riki, Jenne und ich unser Boot überführt - mit tatkräftiger Unterstützung der Schwiegereltern. Von Cuxhaven bis Lelystad war wieder die Männercrew mit einer Non-Stop-Aktion bei Leichtwind und teilweise dichtem Nebel unterwegs. Hier ein paar Bilder der Überführung.

Mittwoch, 14. Mai 2008

Die Segel-Saison 2008 hat begonnen

Mittlwerweile ist schon wieder Mitte Mai. helohelo hat das Winterlager auf Fehmarn gut überstanden und wir waren Mitte April schon wieder im Wasser.

Unser Liegeplatz ist diese Jahr Heiligenhafen. Der Hafen bietet eine gute Infrastruktur und ist ein guter Absprunghafen in die dänische Inselwelt. Wir werden sehen. Was auf jeden Fall anstrengt, ist die lange Anreise. Mittlerweile sind wir die Strecke einige Male gefahren und mussten feststellen, das die ca. 500km kein Pappenstil sind. Unser erstes schönes Segelwochenende war Pfingsten. Perfektes Wetter - Sonne, 25 Grad und leichter Wind. Ziel war Bagenkop, ein kleiner Fischeort, der bei unserem letzten Besuch vor drei Jahren noch aus einer touristischen Hafenbaustelle und einem unattraktivebn Fährterminal bestand. Die Fahrlinien wurde mittlerweile eingestellt, der Hafen hat sich gemausert und der Weg zum schönen Strand ist nicht weit. Wir werden gerne wieder kommen, zumal Bagenkop der am kürzesten zu erreichende Hafen in Dänemark ist.

Samstag, 18. August 2007

Im Ziel!

Unglaublich, wir sind wieder auf festem Boden! Vier schöne und arbeitsreiche Tagen auf Fehmarn sind vergangen. Neben Jolle-Segeln, Strandgang und Aquariums-Besuch bedeuten die letzten Tage an Bord vor allem viel Arbeit: Alles muss ausgeräumt, gesäubert und Winter fest gemacht werden. Gestern dann der Abschied von Helohelo: Ihre sieben Tonnen werden zerlegt in Mast und Rumpf und per Kran auf den Trailer an Land gehoben. Ein anscheinend ungeahnt interessantes Spektakel in der Marina von Burg Tiefe, denn wir zählen circa 50 Zuschauer... Uns ist schon recht mulmig ums Herz, als unser zweites Zuhause dann vom Traktor über Feldwege in die Scheune von Bauer Claussen gezogen wird. Hier darf Helohelo sich nun ausruhen und zwischen Mähdrecher, Pferdekutsche, Pflug und anderen Schiffen den Winter verschlummern. Und das hat sie sich nach nunmehr 10 Wochen Dauereinsatz mit 40 Häfen und 1100 Seemeilen im Kielwasser auch wirklich verdient! Seit gestern Abend sind wir jetzt wieder in Köln. Sandra, Katja und Sophie haben uns einen tollen Empfang mit Deko, Blumen und vollem Kühlschrank bereitet, die meisten Kartons und Taschen sind bereits bewältigt, selbst bei Ikea waren wir schon. Und wir haben viel nachgedacht über unser kleines großes Abenteuer. Unsere Bilanz: Toll war's, der Aufwand hat sich definintiv gelohnt! Natürlich hätte das Wetter besser sein können, aber egal. Wir haben viele schöne Bilder im Kopf, Unvergessliches erlebt, wunderschöne Momente zusammen verbracht und die Reise einfach nur genossen. Jenne hatte die - wie wir finden - bisher bestgelaunteste Zeit seines Lebens, hat viel gelernt, spricht ein paar Brocken Schwedisch, Dänisch und Englisch. Und auch er statiert: "Super schön fand der Jenne das! Das machen wir nochmal, ja, ok?!" Machen wir, Jenne, machen wir ganz bestimmt!!! Ach ja, an Euch alle, die ihr unseren Blog und unsere Reise begleitet und unterstützt habt, sei an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön gesagt! Über alle Besuche, Anrufe, Kommentare, Mails haben wir uns sehr gefreut! Sie haben unsere Reise mit zu dem gemacht, was sie wurde. Bis bald und bis zum nächsten Mal, Eure Helohelo-Crew

Sonntag, 12. August 2007

Endspurt

Kaum zu glauben, wir sind bereits im letzten Hafen vor dem Ziel unserer Reise angelangt. Denn wir haben uns entschlossen, Helohelo auf Fehmarn zu lassen, um auch im nächsten Jahr die Ostsee zu bereisen. So sind wir jetzt in Gedser, am südlichen Zipfel von Falster angelangt, von wo aus wir morgen gen Deutschlang starten. Wehmut macht sich breit, aber auch Freude auf Zuhause mit Familie, Freunden, Heim und allem was dazu gehört... Die letzten Tage wieder allein auf See sind wir ordentlich gesegelt: bei gutem Wind, rauschend mit Genaker. Von Kopenhagen machen wir uns auf den Weg nach Rödvig, einem kleinen Fischerdorf auf Sjaeland. Sehr schöner idyllischer Ort bei Sonnenschein. Hier beginnt bereits das beeindruckende Steilufer aus Kalksandstein, wie man es aus Rügen kennt. Der Hafen hat sogar seinen eigenen Tattoo-Shop, den Riki zuerst mit dem Büro des Hafenmeisters verwechselt... Weiter gehts nach Klintholm auf der Insel Mön. Wir segeln durch gespenstischen Dunst, als plötzlich neben uns beeindruckende Klippen aufragen. Diese sind mit ihren 130 Metern Höhe und den dort vorherrschenden 18 Orchideensorten Dänemarks größte Natur-Sehenswürdigkeit, und das zu Recht. Was uns besonders fasziniert ist das durch den Kalk plötzlich Mint bis Jadegrün leuchtende Wasser. Da kommt Karibik-Feeling auf! Per Bus erkunden wir die wirklich schöne Insel, fahren durch hügelige Wiesen und Stoppelfelder. Unser nächster Stopp nach einem relaxten Segeltag ist Hesnaes an der Westküste Falsters. Wieder ein Mini-Fischerort im Nirgendwo mit 28 schnuckeligen Reedhäusern, nichtmal Handy-Empfang haben wir hier. Dafür gibt es am tollen, weißen Strand eine Sandskulptur-Ausstellung internationaler Künstler! Mal was ganz anderes. (Leider keine Fotos, die haben sich selbst gelöscht. Copyright?!) Für die Kids gibt es einen großen Kasten mit klebrigen Sand und diversen Spachteln zum Nachahmen. Und so buddeln wir alle an diversen Kunstwerken herum. Heute sind wir dann in Gedser an der Südspitze Falsters gelandet. Nette Marina, voll in deutscher Chartercrew-Hand, die hierher ihren Absprung von Deutschland geschafft haben. Wir geniessen die letzten dänischen Sonnenstrahlen. Morgen wird früh aufgestanden...

Mittwoch, 8. August 2007

Perlen im Öresund...

...liegen hinter uns! Los geht es am Montag mit einem erneuten Abstecher nach Schweden, nämlich auf die kleine Insel Ven, mitten im Öresund. Ein wahres Kleinod erwartet uns: kleiner Hafen, kleiner Ort, kleine weiße Kirche, die über allem thront. Wunderschön idyllisch ist es hier. Kaum angelegt packen wir bei heißem Sommerwetter (JA!!!) die Badesachen und laufen rüber zum an den Hafen angrenzenden Strand. Das Wasser ist erfrischend bis klapperkalt, egal. Jenne hechtet sofort hinein und wir hinterher. Gestern, also Mittwoch brechen wir morgens zu einer Fahrradrunde über die Insel auf. Entlang der sandigen Steilküste mit weitem Blick über den Sund: links sieht man das dänische Helsingör, rechts glitzert das schwedische Helsingborg. Weiter durch goldene Felder und dichte, üppige Birkenwälder, dazwischen kleine Dörfchen und die Sternwarte von Gallileo Gallileis Astrokumpel Thycho Brahe. Wir wollen eigentlich gerne noch bleiben, stechen jedoch in See, um Jana in Kopenhagen abzuliefern. Und so erreichen wir nachmittags den Industriehafen Lynetten in Dänemarks Hauptstadt. Weil wir des Bootchenfahrens noch nicht überdrüssig sind, gehen wir direkt auf Stadtrundfahrt mit dem Touriboot und verschaffen uns so einen guten Überblick über die Stadt. Super ist es hier, eine echte Weltstadt mit viel Flair! Tolle alte Substanz, dazwischen Kanäle mit bunten Fischer- und Handelshäusern, trubeliges Treiben am sommerlichen Abend, Schiffe, Schiffe, Schiffe, und das alles gemixt mit tollen Kneipen, Restaurants und Boutiken. Begeistert sind wir von den neueren Bauten, wie der Oper oder Wohnhäusern in alten Kanonenbootschuppen. Wir essen auf der Touristenmeile Nyhavn, mitten im bunten Gewusel. Und selbts dort kann man sich dem Zauber der Stadt nicht entziehen. Heute morgen verlässt Jana dann leider Helohelo und fliegt zurück nach Minga. Die restlichen 3 Heckers fahren in die heiße Stadt. Dort schlendern wir durch die Innenstadt und durchs Viertel Pisserenden (hat seinen Namen in der Tat von diversen Flüssigkeiten, die früher hier durchflossen). Super shoppen kann man hier etwas abseits von den Meilen der bekannten Labels, es gibt unzählige Strassencafés und interessantes Publikum. Hier also treiben sich die gutaussehenden, schicken Dänen rum, die wir bisher nicht zu Gesicht bekommen haben... Am Ende des Tages stellen wir beim vietnamesischen Essen (Jenne kann übrigens mit Stäbchen essen!!!) fest: Hier kommen wir nochmal her! Und wieder gibt es Anlass zur Nachwuchsfreude: Liv ist da! Katja, Marcus und Wim, wir freuen uns, dass ihr bald noch einen neuen Passagier mit an Bord bringt!

Sonntag, 5. August 2007

Königliches Programm

Dänischer Boden hat uns wieder! Helohelo liegt im Schatten von Schloss Kronborg im Hafen von Helsingör, am nördlichen Ende des Öresunds, unter spektakulärem Panorama; leider von den Hafenbauten etwas vermasselt. Direkt daneben gibt's feinsten Sandstrand satt. Und da wir passenderweise endlich Sommer und königliches Wetter haben, bruzzeln wir vor uns hin. Unsere Bäuche freuen sich über die UV-Strahlen und nehmen den Bräunungswettstreit mit unseren Händen und Gesichtern auf. Jenne trainiert schonmal für sein Berufsziel Feuerwehrtaucher und testet seine Taucherausrüstung - großes Strandkino, zum Knutschen! Heute morgen besuchen wir dann Hamlet - denn der soll auf Schloss Kronborg mit Othello und Schicksal gehadert haben. Ein Traumschloss! Sehr stilvoll, eher schlicht gehalten mit wunderschönen Holzdielen, riesigen Tableaugemälden und farbenprächtigen Wandteppichen aus dem 12. Jahrhundert. Dazwischen wird moderne Kunst ausgestellt, ein klasse Mix. Noch spannender wird's in den Kasematten, dem dunklen Gewölbekeller des Schlosses, den wir gebückt und mit Taschenlampe bewaffnet erkunden. Jenne quietscht vor Entzücken. Früher war dort unten Gefängnis, Speicher und Versteck von Volksheld Holger Danske. Der harrte hier unten stets Sprung bereit bis der nächste Feind um die Ecke kam, um dann Dänemark mal wieder vor dem Untergang zu bewahren. Heute steht noch ein einsamer Soldat im Tarnlook auf der Zinne, allerdings mit fetter MG im Anschlag... Der Tag klingt nach weiteren Badefreuden mit Grillgebruzzel aus. Morgen wollen wir weiter zur Insel Ven, mitten im Öresund. Ach ja, und natürlich freuen wir uns, dass in Kölle Ole angekommen ist! Liebe Anke, lieber Bernd, alles Gute für Euch 3!

Freitag, 3. August 2007

Crewwechsel in Göteborg, Lillas Taufe und Ponyritt mit Fischfütterung...

Nach einwöchiger Online-Einöde sind wir ändlich wieder on ähr! Und haben viiiiiel zu berichten... Los geht es mit dem Crewwechsel in G-Borg. Hoffmanns gehen von, Svens Schwester Jana kommt an Bord. In der kurzen Wartezeit dazwischen erobern wir Göteborg - und sind begeistert! Schwedens zweitgrößte Stadt ist ein knackiger Mix aus Amsterdam, Hamburg, Berlins Prenzl Berg kombiniert mit skandinavischem Flair und Lifestile, klasse! Wir bummeln durch's Szene-Viertel Haga, flanieren über die Shopping-Meilen und machen (mit Jana dann schon) eine Touriboot-Tour, bei der wir uns unter Brücken hindruch ducken müssen. Alles schön, spaßig und interessant! Weiter geht es Donnerstag einen kurzen Schlag rüber zu Ehrmanns Insel Styrsö: hier feierten Daggi und Sven vor 2 Jahren Hochzeit und Finns Taufe. Und hier treffen wir uns wieder, um diesmal Lilla zu taufen. Und Styrsö ist einfach schön; nettes Fleckchen haben sich unsere Freunde da ausgesucht! Recht grün, viele süße Örtchen mit großen, weitläufigen Grundstücken, auf denen stattliche Villen hinter blühenden Hecken schnuckeln. Wir bleiben direkt bis Montag, nicht zuletzt weil wir absolut windgeschützt 8 Windstärken abwettern müssen. Jenne ist happy, Kumpel Finn zu treffen und beiden hoppsen wie doll auf dem Gartentrampolin von Ehrmanns Ferienwohnung. Die Taufe ist wunderschön, denn die Kirche ein schwedisches Kleinod und Pastor Christer einfach genial. Und gekrönt wird der Tag von Garten-Prosecco und hervorragendem Abendessen im Pensionat Styrsö Skäret. Geniessen es, wieder dabei sein zu dürfen! Danke nochmal!!! Zu guter Letzt unternehmen Daggi, Jana und Riki noch einen kleinen Mädels-Ausflug ins abendliche Göteborg, wo lecker Sushi - Zushi wie der Schwede sagt - auf dem Programm steht. Der Abschied von Styrsö fällt uns wirklich schwer, bedeutet er doch auch das Ende des so entspannten und entspannenden Schären-Segelns. Die Landschaft wird wieder grüner, hügeliger, die vor uns liegenden Häfe sind städtischer und die offene See hat uns wieder. Das merken wir Montag bereits auf der Überfahr nach Varberg. Der Sturm der letzten Tage hat die See aufgewühlt und Helohelo buckelt über Kreuzseen. Alle Crewmitglieder, deren Name mit J anfängt, füttern unterwegs die Fische, so dass wir froh sind, in Varberg zu landen. Ganz ok hier, auch wenn wir im Industriehafen neben der Stena-Ferry liegen. Der Ort ist geprägt durch die beeindruckende Festung, übrigens Stamm sämtlicher europäischer Königshäuser, und dem maurisch-zuckerbäckrig anmutendem Badehaus von 1900, das ins Wasser hinausragt. Wir sonnen und grillen im Windschatten der dicken Festungsmauern und Jenne freut sich übers Kurkonzert - denn gekurt wie vor hundert Jahren wird hier immer noch und entsprechend hoch ist der Altersdurchschnitt. Starkwind bedingt kommen wir erst Mittwoch weiter die Westküste südwärts bis Falkenberg, und auch hier liegen wir im Industriehafen, allerdings mit Kleingartenflair. Die Stadt erweist sich dann als recht nett, mit viel Backsteinromantik stylischen Deko-Läden und mindestens 20 Frisören, von denen Jenne erfolgreich einen ausprobiert. Die Weiterfahrt verhindert Wind auf die Schnauze, so dass wir nach vergeblichen Kreuzversuchen hinter der Hafenausfahrt umdrehen. Das wird mit einem tollen Strandtag belohnt! Es ist heiß, wir liegen im feinen Sand, Jenne plantscht im Meer und spielt mit zwei deutschen Mädels. Abends finden wir Beachclub, wo wir vier lecker essen. Heute sind wir dann im kleinen Mölle gelandet. Nach einem echten Hochsee-Segeltag unter Azur blauem Himmel, bei dem wieder alle Crewmitglieder ihre Seefestigkeit unter Beweis stellen konnten. Dank gutem Surf über 3-Meter-Wellen und 6 bft erreichen wir Maximum Speed: 8,5 knt Rumpfgeschwindigkeit trotz zweier Reffs! Schneller geht nicht. Mölle liegt am Kullen, einem beeindruckendem Berg, der am Rande des Öresunds das Ende bzw. den Anfang der schwedischen Westküste markiert. Wir liegen recht unruhig im Hafen, doch der Ort belohnt uns mit Flair, netter Küste und sensationell Serviceorientiertem Hafenmeister, der uns netterweise sein Password fürs W-LAN verrät. Morgen verabschieden wir uns dann nach einem Monat unvergesslicher Eindrücke aus Schweden und queren zurück in dänische Gewässer.

Dienstag, 24. Juli 2007

Schabernack im Skagerrak

Viel passiert ist in den letzten Tagen... Nach Fjällbacka setzen wir Segel gen Malmöns. Der kleine Fischerhafen dort ist malerisch in einem Fjord gelegen- und leider nicht tief genug, so dass wir in die gegenüber liegende Marina ausweichen. Abends gehen wir mit einer (fast) erwachsenen Lilli essen, während die kleinen Jungs schlummern dürfen. Nebenan gibt es eine Art Kiss-Revival-Konzert und Lilli rockt. Unsere nächste Station heisst Käringön, ein Tipp der Schweden, die wir in Grenaa trafen. Und ein guter Tipp! Die Insel ist klein und schnuckelig, voller Villa Kunterbunts mit Blumen davor, dazwischen liegen Felsbuckel. Die Kinder bestaunen beim lokalen Fischer (noch) lebende Aale, denen später via Stricknadel-Kiemenstich der Garaus gemacht wird. Kommentar: "Mama, die bluten jetzt!" Geniessen abends an Deck sogar noch ein bisschen Sonne nebst Untergang. Der Sonntag beschert uns Regen und wir motoren nach Marstrand zurück. Hoffmanns erkunden die Festung Carlsten und Heckers relaxen am Spielplatz. Abends gehen wir alle zusammen lecker essen, wieder im Lasse Maja Krog. Montag morgen lässt uns der Regen ausschlafen und gemütlich frühstücken. Als wir Mittags Segel setzen, ahnen wir noch nicht, dass uns ein klasse Schlag gen Hyppaln bevorsteht! Die Sonne glitzert im Gegenlicht, Helohelo pflügt mit 8 knt durch die See! Alle haben Spaß, der vom Mini-Hafen Hyppeln gekrönt wird. Absolut untouristisch ist es hier - und nix los. Unsere supersüßen Kids pfücken Blümchen am Fähranleger, Lilli adoptiert eine kleine Hausschnecke. Und im einzigen Lokal vor Ort, der Rokeri St. Onsten, essen wir bei musikalischer Unterstützung eines schwedischen Hans Albers Calamaris. Der Abend endet feucht fröhlich auf der Bank am Steg, die wenigen Häuser Hyppelns glänzen in der untergehenden Sonne. Nett hier! Heute morgen heißt unser Ziel dann Göteburg, genauergesagt GKSS - Göteborgs Königlich Schwedischer Segelclub Langedrag. Es regnet, was Lilli nicht davon abhält, ihre neue Angel auszuwerfen. Der Erfolg ist ca. 12 cm lang und darbt eines langsamen Todes beim Kampf mit der Hakenentfernung... gulp. Leider ist unsere lustige und trubelige Zeit zu siebt morgen vorbei: Hoffmanns verlassen und Tante Jana wird borden. Geniessen den letzten gemeinsamen Abend vor dem Kamin des GKSS in tiefen und gemütlichen Ledersofas...

Freitag, 20. Juli 2007

Schwedischer Sommer

Endlich ist er da, der Sommer in Schweden! Wir segeln und motoren bis nach Fjällbacka, wo Hoffmanns den Vettenberg erklimmen und die Heckers im Hafen Dinghi-Touren unternehmen. Abends sitzen wir beim Sonnenuntergang im Top-Restaurant Bryggan, keine 50 Babyphone-kompatible Meter von Helohelo entfernt, und schlemmen Tuna-Sashimi, Flundern und Erdbeer-Paprika-Eis. Spitze! Den Abend lassen wir in der Pianobar daneben ausklingen, wo die Young & Beautyful Schwedens rund ums Klavier stehen und lautstark mitsingen. Da fühlen wir uns natürlich wohl... :-) Heute morgen geht es weiter mit einem langen Schlag nach Malmön, einer kleinen Insel in der Nähe von Smögen. Wieder herrliches Wetter, wenngleich durch den Wind ein bisschen kühl, und wir segeln mit Schräglage durch die Schären. Lilli und Anton lernen steuern, Jenne winkt den Bojen. Malmön ist ein niedlicher Fleck, der pure Sommer-Atmosphäre versprüht. Überall in blühenden Gärten wird gegrillt, Tennisbälle ploppen, Kinder flitzen durch die Gegend. Wir sitzen abends bei 24 Grad an Deck und genießen's...

Jubel, Trubel, Heiterkeit...

Seit Sonntag geht es rund auf Helohelo: die vier Hoffmanns sind an Bord! Nicole und Andreas mit ihren Kindern Lilli und Anton haben das Schiff geentert - und den Sommer mitgebracht. Nachdem wir einen tollen Tag auf der Strömstad vorgelagerten Insel Furholmen verbracht haben, holen wir nachmittags unsere Gäste vom Bahnhof ab. Wir verdrücken direkt 3 kg Krabben und starten am nächsten morgen gen Resö. Eine kleine Insel mit Saltkrokan-Flair. Im kleinen Hafen liegen wir ruhig und geschüzt vor dem aufziehenden Sturm, der uns aber die schöne Sonne nicht verhageln kann. Wir sonnen auf den Wind geschüzten Felsen, springen ins klirrend kalte Wasser und angeln wie die Weltmeister. Der Fang (Krabben, Garnelen und ein kleiner Fisch) will jedoch abends nicht recht munden - man kennt sich halt... Bald haben wir alle Felsen und Berge erkundet, am Strand eimerweise Quallen gesammelt und abends beim örtlichen Bryggan Dans alten Schweden beim Schwofen zugesehen.

Freitag, 13. Juli 2007

Bergtour & Bergfest

Dienstag verbringen wir noch in Fjällbacka und erklimmen den 74 Meter hohen Vettenberget. Das wird mit klasse Aussicht belohnt - und sogar eine kleine, erschrockene Schlange schlängelt sich über unseren felsigen Weg. Jenne hat Spaß auf seiner ersten Wandertour, beim Abstieg durch den Wald tauft er Sven in Stefan um (das war sein Waldpädagoge...). Am Mittwoch verholen wir uns schnell um die Ecke nach Grebbestad. Von Weitem schön, von Nahem unspektakuläre Touri-Maschinerie und abends Party auf den Nachbarbooten. So ziehen wir gestern dann schnell weiter zur nördlichsten Station von Helohelo - dem schmucken Städchen Strömstad, ganze 15 km von der norwegischen Grenze entfernt. Hier erwartet uns schönste Sonne, wenngleich auch bei kühlen Temperaturen, so dass wir abends bis Mitternacht an Deck sitzen können. Und hier haben wir heute auch die Halbzeit unserer Reise erreicht. Der geneigte Leser wird es bemerkt haben - unseren Plan, mit dem Schiff bis Oslo zu kommen, konnten wir nicht realisieren. Das hat uns der Motor mit seinen anfänglichen Macken vermasselt. Und so beschließen wir heute morgen kurzer Hand, per Bus nach Oslo zu reisen. Unsere Osloer Liegeplatz-Nachbarn (der Hafen ist zu 98% von Norwegern belegt) geben uns Tipps, und los geht's bei schönstem Wetter 2,5 Stunden durch norwegische Landstriche. Alles sehr grün und üppig, riesige Felder gehen nahtlos in Nadelwald über, wunderschön sind Fjorde und Seen, die wir überwuaeren. Jenne kommentiert die Landschaft mit begeisterten Ausrufen à la "Oh wie süüüss, eine Tankstelle!!!". Die Orte sind nett aber unspektakulär. In circa jedem fünften Garten steht ein Riesen-Trampolin. Es fehlt irgendwie die liebevoll gepflegte Ästhetik Schwedens. Oslo, die grünste Hauptstadt Europas mit 334 Seen und 118 Parks, ist ganz nett, recht überschaubar - und auch ein bisschen langweilig. Den Stadtkern mit Schloss, Storting, Hafenmeile und Nobel-Stiftung haben wir in kürzester Zeit abgelaufen. Auf Shopping haben wir wenig Lust, für Museen fehlt uns leider die Zeit und so sitzen wir einfach ein bisschen in der Sonne und beobachten den Osloten an sich. Macht auch Spaß. Morgen steht Bootsputz und Bunkern auf dem Programm. Und am Sonntag erwarten wir unsere ersten Gäste: Andreas und Nicole mit den Kids Lilly und Anton. Wir freuen uns schon auf Euch!

Montag, 9. Juli 2007

Smögen & Fjällbacka

Von Gullholmen geht es Samstag weiter zur Party-Insel Smögen, wo wir auch Sonntag einen kleinen Sturm abwarten. Der Ort wird in vielen Reiseführer als Monta Carlo Schwedens gerühmt... Was wir antreffen entspricht auf der Hafenmeile eher einem abgehalftertem Puerto del Carmen: Hamburgerbuden wechseln sich mit T-Shirt-Shops ab, das Publikum trägt Goldkette, Tattoo und Bierdose. Yeah. Positiv überrascht werden wir dann bei genauerem Hinsehen jedoch von den Gassen und der Natur hinter der Partymeile: der Ort ist nett, wir finden noch einige schöne Shops und nette Cafés. Und sensationell sind hier die Felsformationen, die bei schönem Wetter als Badelandschaft dienen. So wandern wir über die nun rosa-apricot-farbenen Steinbuckel, hier und da steht ein Sprungturm oder klettert eine Badeleiter aus dem Wasser. Und auch der alte Fischerteil des Hafens ist malerisch. Sven muss sich leider bei einer Partie Minigolf geschlagen geben. Abends steppt der Bär und wir sind froh, auf der gegenüber liegenden Hafenseite festgemacht zu haben: Gröhlende Jugendliche gehen von Papas Yacht aus auf Partnerfang, es wird gebaggert, gesoffen und getanzt zu dröhnenden Bässen. Woher wir das wissen? Wir haben ein gutes Fernglas und beobachten alles aus sicherer Entfernung... Bei trübem Himmel geht es weiter Richtung Norden. Wir passieren den Hamburgsund - wieder ein Highlight! Die Natur entlang des schmalen Kanals ist Atem beraubend: an hohe Felsen schmiegen sich Nadelbäume, zwischen Steinbuckeln grünen Wiesen, in der satten Natur steht ein hübsches Häuschen neben dem anderen, laden kleine Bootsstege zum Festmachen ein. Klasse! Fjällbacka ist ein krönender Abschluss, nicht nur weil jetzt die Sonne scheint. Auch hier ist es ein wenig trubelig - und sehr nett! Sympathisches Städchen, schöne Läden, Cafés und Leute. Und das alles vor der Kulisse des 74 m hohen Vetteberget und strahlend blauem Himmel. Hier bleiben wir wohl noch bis übermorgen, beschließen wir beim fast mitternächtlichen Sundowner in der stimmungsvollen Bar Matilda, keinen Meter vom Wasser entfernt... Ach ja, und natürlich freuen wir uns, dass in Müchen endlich klein Nele Scheuerlein das Licht der Welt erblickt hat! Welcome on board!

Freitag, 6. Juli 2007

Abgetaucht in Gullholmen

Sind heute morgen bei difuser Sonne bis Gullholmen, einer Mini-Insel mit Brückenverbindung zur Insel Härmanö, gesegelt. Die Entfernungen sind hier recht kurz, so dass wir nach nur 2 Stunden am Ziel waren. Schärensegeln macht echt Spaß, denn es wird nie langweilig: man muss ununterbrochen schauen, ob man noch auf Kurs ist, denn sonst läuft man schnell auf einen Unterwasserfelsen auf. Dafür ist alles voll mit Leuchttürmen, Bojen und teils selbstgemachten Seezeichen, so dass man sich prima orientieren kann. In Gullholmen machen wir einen kleinen Ausflug mit dem Dinghi durch den Hafen, am späten Nachmittag fängt es an zu regnen. Wir mummeln uns ein und Jenne probiert seine neue Taucherausrüstung aus - auf dem Boden von Helohelo, wo er mit einem kleinen Netz Holzfische fängt... Nachdem abends der Regen eine Pause einlegt, ziehen wir nochmal los, um die Gegend zu erkunden - und sind baff! Gullholmen erweist sich doch tatsächlich als unser neues Highlight! Ein super niedlicher Ort, dessen Gassen sich den Fels hinauf und hinab schlängeln. Hier herrscht weniger Fischer-Atmo als in Mollösund, vielmehr sieht es so aus, als hätten sich junge Familien alles richtig schön nett hergerichtet. Ein Bilderbuch-Traum aus weißen Häusern und bunten Gärten. Und die kleinen roten Fischerhütten entlang des Hafens, die ihr auch auf den Fotos sehen könnt, entpuppen sich beim näheren Hinsehen als coole Mini-Loft-artig umgebaut Feriendomiziele. Wer hätt's gedacht... Ach ja, und wenngleich das Wetter immer noch erträglich ist und wir auch täglich die Sonne zu sehen bekommen, fragen wir nun doch sehnsüchtig: wann wird's mal wieder richtig Sommer..?!!!?

Donnerstag, 5. Juli 2007

Schären-Idylle

Wir bleiben noch einen Tag in Marstrand, um uns die Rennen des Swedish Match Cups anzusehen. Direkt vor unserer Nase ist das richtig spannend: wir stehen bei Nieselregen auf den Felsen und sehen in ca. 50 m Entfernung den Kampf der flotten Rennboote. Jenne schmeißt so lange Steinchen ins Meer. Später kommt die Sonne wieder raus und los geht’s zum Krebse-Angeln an den Steg. Das kann sogar schon Jenne: die Kids hier haben alle ein kleines, quadratisch aufgespanntes Netz, in das ein Stück geknackte Miesmuschel gelegt wird. Lässt man das auf den Grund, sitz binnen 10 Sekunden ein Handteller großer Krebs drin, der sich im Netz festklammert und sich mühelos in den Eimer an Land befördern lässt. Naja, fies (und mies) ist nur das Miesmuschelknacken, um an Erfolg versprechende Köder zu gelangen… Abends sitzen wir bei klarem Himmel bis Mitternacht draußen. Um uns rum will keiner schlafen, es tönen Musik, Gelächter und Gelaber. Nette Hafenatmosphäre hier.
Gestern sind wir dann bis Mollösund gesegelt. Wieder allertollstes Schären-Segeln, mit flotten 7 Knoten durch immer wieder schöne neue Felsformationen. Wunderschön ist der schmale Kyrkesund, in dem sich bunte Häuschen mit Bootsstegen an die Küste schmiegen. Ähnlich sieht es hier in Mollösund aus: ein winziger Hafen, rundherum gibt’s in ochsenblutroten Häuschen Schönes und Leckeres, dazwischen hängen aufgespannte Dorsch-Stücke zum Trocknen auf Leinen. Alles sehr idyllisch hier, irgendwie lässig und super sympathisch trotz Tourismus. Jenne sorgt für Hafenkino, indem er bei der Verfolgung einer kleinen Schwedin einen astreinen Bauchplätscher in eine Pfütze macht… Heute war’s eher trüb, wir relaxen an Bord, bauen Lego-Piratenschiffe und erkunden später die Gegend. Auf einem Felsen oberhalb des Ortes steht eine Fischersfrau aus Holz, die nach dem Boot ihres Mannes Ausschau hält. Von hier hat mein einen tollen Blick über die Landschaft. Und gleich geht’s noch in eines der netten Restaurangs (wie der Schwede sagt), direkt neben Helohelo, in optimaler Babyphone-Reichweite… Ach ja, aus aktuellem Anlass führen wir eine neue Rubrik ein, nämlich „BBB - bemerkenswert beknackte Bootsnamen". Unser erster Eintrag wird unser Nachbarboot, eine wunderschöne X362 namens „Motherrati". Noch Fragen…?!

Sonntag, 1. Juli 2007

Leaving Laesoe to sunny Sweden!

Auf Laesoe verbringen wir noch den Donnerstag und den Freitag, bei stürmischem Wind bis zu 9 Windstärken – und bei viel Sonne! Glaubt es bitte, unser Wetter ist hier ziemlich gut, von kurzfristigen Ausnahmen abgesehen. Jenne spielt mit Freund Jacke, wir lümmeln am Hafen ab. Und zum Abschied treffen wir uns mit unseren Nachbarn Heike, Klaus, Reni und Peter noch mal in der Grillhütte, wo wir 3,5 kg (ca. 250 Stück) von Reni kredenzter Jungfern-Hummer verschlemmen. Llllllecker!!!!!!! Der Eiweiß-Schock ist sicherlich nicht weit gewesen… Samstag morgen heißt es dann bei strahlendem Sonnenschein Leinen los und Segel hoch gen Schweden. Verlassen den Kattegat und tauchen ein in den Skagerak unter azurblauem Himmel. Der erste Blick auf Schweden ist beeindruckend! Wie eine Festung ragen die Felsen mit hohen Baken (=Seezeichen) ins Wasser. Und dann eröffnet sich uns eine Atem beraubende Schärenwelt! Ein Inselchen eröffnet sich hinter dem nächsten, auf die Felsen geschmiegt stehen viele bunte Häuser, hinter Felsen ziehen weiße Segel… Dabei müssen wir aufpassen, dass wir uns vor lauter Staunen nicht versegeln, schließlich gibt es viele Felsen im Wasser, die genau mit Karte und GPS umfahren werden wollen. Unser erster schwedischer Hafen ist die Insel Hönö, nördlich Göteborg vorgelagert, unweit von Ehrmanns Trauminsel Styrsö übrigens. Wunderschön ist es hier, wir erkunden Felsen, den Hafen, das typisch schwedische Örtchen und erklimmen den höchsten Punkt der Insel, einen Aussichtsturm mit Blick bis Göteburg. Jetzt schon ist klar: Schweden ist der Hit und die Überfahrt nach Hönö ein gelungener Auftakt zum Schärensommer! Freuen uns auf mehr!

Mittlerweile ist ein weiterer Tag vergangen (es ist Sonntag der 1.7.) und wir sind schwedischen Seglermekka Marstrand bei strahlendem Sonnenschein!!! Die Anfahrt ist berauschend: man fährt auf eine Felswand zu, die sich irgendwann zu einem kleinen Kanal öffnet. Gerade mal 2 Schiffe haben hierin Platz... und dann biegt man um die Ecke und der grandiose Blick auf Marstrand eröffnet sich: Bunte stattliche Häuser gekrönt von der Festung Carlsten. Wow! Hier ist es ein bisschen wie in Saint Tropez. Viel Trubel (es laufen unter anderem gerade die Vorbereitungen für die Swedish Match Cup Regatta) und viel Flair . Wir ergattern gerade noch einen der letzten Plätze und freuen uns über den schönen Ort. Jenne muss natürlich wieder auf den nächsten Spielplatz, danach noch ein paar kühle Drinks in einem der netten Biergärten. Naja, und während wir dies schreiben, sitzen wir auf dem Steg und sehen einen irren Sonnenuntergang (Fotos hiervon morgen)... Gefällt uns gut hier!